Hypotheken-Update März 2026
Die SNB hält den Leitzins bei 0.00 %. Festhypotheken bleiben attraktiv. Wer jetzt fixiert, sichert sich einen Zinssatz, der im langjährigen Vergleich aussergewöhnlich tief ist. Was der Nahost-Konflikt mit Ihrer Hypothek zu tun hat und worauf Sie jetzt achten sollten, lesen Sie hier.
Auf einen Blick: Die wichtigsten Entwicklungen
Das wirtschaftliche Umfeld
Um die aktuelle Zinssituation richtig einzuordnen, lohnt sich ein Blick auf die Treiber dahinter.
Die SNB und das «neue Normal» beim Null-Zins
Die SNB hat an ihrer Lagebeurteilung vom 19. März 2026 den Leitzins unverändert bei 0.00 % belassen. Die bedingte Inflationsprognose liegt bei 0.5 % für 2026 und 2027. Die Preisstabilität ist damit vorerst gesichert. Eine Rückkehr in den negativen Bereich gilt als unwahrscheinlich, wie die die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) in ihrem Outlook Bericht mitteilt.
Die Schweiz als «Zinsinsel»
Strukturelle Faktoren machen die Schweiz zu einer Zinsinsel: eine hohe Sparquote, ein kapitalgedecktes Vorsorgesystem und eine disziplinierte Bundesfiskalpolitik schaffen ein dauerhaftes Kapitalüberangebot. Zinsen um 1.50 % für langfristige Hypotheken ist international gesehen aussergewöhnlich günstig.
Geopolitik als Störfaktor
Die Eskalation im Nahen Osten hat an den Kapitalmärkten erste Spuren hinterlassen. Steigende Energiepreise könnten den Inflationsdruck kurzfristig erhöhen, was wiederum Aufwärtsdruck auf Anleihen und damit auf Festhypothekensätze erzeugt. Gleichzeitig wird der Schweizer Franken stärker, weil viele Anleger Sicherheit suchen. Das bestätigt die SNB darin, indem sie vorerst keine Änderungen bei den Zinsen vornehmen.
Die aktuelle Hypotheken-Landschaft
SARON-Hypothek: Stabil, aber Margen im Blick behalten
Der SARON (Swiss Average Rate Overnight) notiert weiterhin stabil und klebt am SNB-Leitzins von 0.00 %. Da die meisten Hypotheken einen Mindestzins von 0 % haben, besteht der effektive Zins für Kreditnehmer fast nur aus der Marge der Bank. Und hier gibt es eine wichtige Nuance: Die Margen sind historisch gesehen trotzdem hoch. Der Grund hierfür primär sind die gestiegenen Eigenkapitalanforderungen der Banken. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserem Blog zu den Basel III Richtlinien.
Top-Sätze (inklusive Marge) liegen Stand März 2026 bei ca. 0.75 %–0.90 %.
Festhypotheken: Leicht teurer als im Februar, historisch trotzdem sehr günstig
Der Preisrutsch bis auf 1.30 % für 10-jährige Festhypotheken im Februar war ein aussergewöhnlicher Moment. Im März hat sich das Bild leicht korrigiert. Treiber: Die gestiegenen Renditen bei Schweizer Staatsanleihen erhöhen die Refinanzierungskosten der Banken, was sich auf die Hypothekarzinsen überträgt.
Was bedeutet das für Sie? Zwei Hypothekenstrategien im Vergleich
Strategie 1: Planungssicherheit – die Festhypothek
Wenn Sie Ihre Wohnkosten langfristig absichern möchten, ist die aktuelle Situation trotz des leichten Zinsanstiegs weiterhin attraktiv. Ein Zinssatz von ca. 1.50 % für 10 Jahre ist eine sehr günstige Absicherung gegen zukünftige Zins- und Inflationsschocks, gerade angesichts der geopolitischen Unsicherheiten. Wer dieses Fenster nutzen will, sollte nicht zu lange zuwarten: Die Anleihenmärkte können sich schnell bewegen.
Strategie 2: Flexibilität mit der SARON-Hypothek
Kurzfristig gesehen ist das Risiko einer Zinsänderung minimal. Die SNB wird den Leitzins 2026 voraussichtlich nicht erhöhen. SARON kann für Kreditnehmer interessant sein, die das Zinsrisiko bewusst tragen möchten und ein solides finanzielles Polster haben. Achten Sie dabei auf die Bankmarge, die Unterschiede zwischen den Kapitalgebern können erheblich sein.
Fazit: Wachsam bleiben, Chancen nutzen
Der März 2026 bringt ein gemischtes Bild: Die SNB hält den Leitzins verlässlich bei 0 Prozent, das ist die gute Nachricht. Gleichzeitig zeigt der Anleihenmarkt durch die Nahost-Eskalationen erste Nervosität, die langfristige Festhypotheken leicht verteuert hat.
Was bleibt: Historisch sind die Konditionen für Festhypotheken nach wie vor sehr attraktiv. Wer langfristig auf der sicheren Seite sein möchte und Wert auf stabile Wohnkosten legt, sollte dieses Zeitfenster aktiv nutzen.
Möchten Sie das Zinsupdate monatlich per E-Mail erhalten? Melden Sie sich jetzt an.