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Veröffentlicht am
31. August, 2026

Hypotheken-Update August 2026

Die Hypothekarzinsen haben sich im August insgesamt nur wenig bewegt. Nach den stärkeren Schwankungen der vergangenen Monate präsentierte sich der Markt deutlich ruhiger. Dennoch lohnt sich ein genauer Blick: Die Unterschiede zwischen Banken, Versicherungen und Pensionskassen bleiben weiterhin gross und bieten erhebliches Sparpotenzial.

Auf einen Blick

Info
Gleiche Hypothek. Bis zu 40 % Unterschied.

Unsere Marktanalyse zeigt: Für identische Kundendossiers können die Offerten der Anbieter um bis zu 40 % auseinanderliegen.

SARON bleibt günstig

Trotz vereinzelter Margenanpassungen bleibt die SARON-Hypothek aktuell die günstigste Finanzierungsform.

Weitere Zinssenkungen werden unwahrscheinlicher

Der SNB-Leitzins liegt bereits bei 0.00 %. Das Potenzial für deutlich tiefere SARON-Zinsen ist deshalb begrenzt.

Festhypotheken bleiben attraktiv

Die langfristigen Zinsen haben sich im August kaum verändert und bieten weiterhin attraktive Planungssicherheit.

Die Zinslandschaft im Juli

Unser Kommentar

Der August war geprägt von Stabilität. Die langfristigen Kapitalmarktzinsen bewegten sich insgesamt seitwärts, wodurch auch die Festhypothekarzinsen weitgehend auf dem Niveau des Vormonats blieben.

Für Hypothekarnehmer ist jedoch nicht nur die allgemeine Zinsentwicklung entscheidend. Noch wichtiger sind aktuell die Unterschiede zwischen den einzelnen Finanzierungspartnern. Genau dort liegen derzeit die grössten Einsparmöglichkeiten.

SARON bleibt die günstigste Finanzierung

Für Hypothekarnehmer mit entsprechender Risikobereitschaft bleibt die SARON-Hypothek weiterhin die günstigste Finanzierungsform. Da die Schweizerische Nationalbank ihren Leitzins unverändert bei 0.00 % belassen hat, bewegen sich SARON-Hypotheken nach wie vor auf einem attraktiven Niveau. Gleichzeitig ist das Potenzial für weitere Zinssenkungen derzeit begrenzt. Während SARON-Hypotheken insbesondere in Hochzinsphasen attraktive Einsparmöglichkeiten bieten können, profitieren Kreditnehmer im aktuellen Tiefzinsumfeld nur noch eingeschränkt von zusätzlichen Leitzinssenkungen.

«Auch im August blieb die SARON-Hypothek für viele Kunden die günstigste Lösung. Gleichzeitig beobachten wir weiterhin vereinzelte Margenanpassungen bei Banken und Versicherungen. Umso wichtiger ist es, die Angebote regelmässig zu vergleichen und nicht nur auf die Konditionen der eigenen Hausbank zu setzen. Wer sich heute für eine SARON-Hypothek entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass das Risiko künftig steigender Zinsen aktuell grösser ist als die Chance auf deutlich tiefere Finanzierungskosten», meint Jason Pfister, Leiter Hypotheken.

Festhypotheken reagieren auf den Kapitalmarkt

Festhypotheken orientieren sich an den langfristigen Kapitalmarktzinsen. Nachdem sich die Renditen der Schweizer Bundesobligationen im August grösstenteils seitwärts entwickelt haben, blieben auch die Festhypothekarzinsen weitgehend stabil.

Warum sich ein Marktvergleich aktuell besonders lohnt

Viele Eigentümer konzentrieren sich bei einer Finanzierung primär auf die Zinsentwicklung. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Wahl des Kapitalgebers oft einen deutlich grösseren Einfluss auf die Finanzierungskosten hat als kleine Marktbewegungen.

Eine aktuelle Marktanalyse von Barron Capital zeigt, dass die Unterschiede zwischen den Anbietern erheblich sein können. Für ein identisches Kundendossier reichten die Offerten von 1.49 % bis 2.09 %. Bei einer Hypothek von CHF 600'000 entspricht dies einer Differenz von rund CHF 3'600 pro Jahr.

Der Grund dafür liegt darin, dass Banken, Versicherungen und Pensionskassen Risiken unterschiedlich beurteilen. Während einzelne Anbieter bei bestimmten Objekten oder Einkommenssituationen sehr zurückhaltend sind, bieten andere für dieselbe Finanzierung deutlich attraktivere Konditionen an.

Besonders gross fallen diese Unterschiede häufig bei höheren Finanzierungssummen, Renditeobjekten oder komplexeren Einkommensverhältnissen aus. Wer mehrere Offerten vergleicht, verbessert deshalb nicht nur seine Verhandlungsposition, sondern kann über die gesamte Laufzeit der Hypothek einen erheblichen Betrag einsparen.

Was bedeutet das für Sie?

Planungssicherheit mit Festhypotheken
Wer seine Finanzierung langfristig absichern möchte, findet weiterhin attraktive Konditionen. Obwohl die Festhypothekarzinsen gegenüber den Tiefstständen leicht höher liegen, bewegen sie sich im langjährigen Vergleich nach wie vor auf einem moderaten Niveau. Besonders für Eigentümer mit einer bevorstehenden Verlängerung kann es sinnvoll sein, die aktuelle Zinssituation frühzeitig zu prüfen.

Flexibilität mit SARON
SARON-Hypotheken bleiben aktuell die günstigste Finanzierungsform. Da der SNB-Leitzins bereits bei 0.00 % liegt, ist das Potenzial für weitere Zinssenkungen allerdings begrenzt. Gleichzeitig sollten sich Kreditnehmer bewusst sein, dass zukünftige Zinserhöhungen jederzeit möglich sind. Die passende Strategie hängt deshalb von der persönlichen Risikobereitschaft, der finanziellen Situation und dem Bedürfnis nach Planungssicherheit ab.

Welche Hypothek passt zur aktuellen Situation?

Eine pauschale Lösung gibt es selten. Entscheidend ist meist, wie gut die Finanzierung zur eigenen Situation passt. Massgebend sind unter anderem gewünschte Planungssicherheit, Tragbarkeit, Risikobereitschaft oder geplante Haltedauer der Immobilie. Auch Flexibilität kann je nach Lebenssituation wichtiger sein als der tiefste Zinssatz.

Deshalb lohnt es sich, Angebote zu vergleichen.

Mehr zu unserem Hypothekenvergleich

Fazit

Der August stand im Zeichen eines stabilen Hypothekarmarktes. Die Zinssätze haben sich insgesamt nur wenig bewegt, während die Unterschiede zwischen den einzelnen Kapitalgebern weiterhin erheblich bleiben.

«Viele Eigentümer verfolgen die tägliche Zinsentwicklung sehr genau. Dabei zeigt sich in der Beratungspraxis immer wieder, dass die Wahl des richtigen Finanzierungspartners oft einen deutlich grösseren Einfluss auf die Finanzierungskosten hat als kleine Marktbewegungen», sagt Jason Pfister, Leiter Hypotheken. «Gerade jetzt lohnt es sich deshalb, verschiedene Angebote einzuholen und die eigene Hypothekenstrategie regelmässig zu überprüfen.»

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